Ihr Lieben,

frohe Ostern und viele liebe Grüße aus, dem aktuell etwas kühlerem, Gulu. Die Regenzeit hat angefangen und die Temperaturen gehen jetzt auf 25-30 Grad runter – ich weiß, dass ist nicht wirklich kalt für deutsche Verhältnisse aber dennoch frisch für Uganda 😉 Ich möchte mich zunächst für alle Eure Gebete bedanken – ohne Euch wäre das hier nicht möglich. Zudem habe ich sehr großzügige Spenden bekommen und konnte einen neuen Yamaha-Generator sowie Bibeln Kaufen – tausend Dank an euch alle.

Anfang März haben wir die ersten Gläubigen aus der neugegründeten Gemeinde in Got Apwoyo getauft. Da es in der Nähe der IMG_1029Gemeinde kein geeignetes Gewässer gab, mussten wir den nächstbesten Fluss nehmen. Und das ist kein Geringerer Fluss als der Nil! Wir hatten einen super Tag mit jeder Menge lautem Lobpreis, gegrilltem Fisch und hausgemachten Chapati. Kommende Woche wollen wir endlich die Überdachung für die Gemeinde bauen. Die Dorfbewohner haben verschiedene Baumaterialien zusammengetragen und ich werde zudem noch Dinge wie Pfosten etc. kaufen. Ansonsten läuft die Gemeinde sehr gut. Gott hat mir zwei ältere Herren an die Seite gestellt, die sich jetzt hauptsächlich um die Gemeinde kümmern. Sie arbeiten beide nebenbei für die NGO meiner Mutter und leben daher nur 5 km von der Gemeinde entfernt. Einer von Ihnen war jahrelang Pastor in der anglikanischen Kirche und ist daher ein sehr guter Lehrer. Der Andere war lange Diakon in einer Pfingstgemeinde und ist eher für die praktischen Dinge zuständig.

Ich hatte zudem Besuch von einer alten Arbeitskollegin aus Berlin. Sie gründet gerade einen Verein, der es Ärzten ermöglich soll, in Uganda orthopädische OpDSC_0593erationen, vorwiegend für Kinder, durchzuführen. Meine Mutter und ich konnten ihr hier mit den ersten Kontakten helfen. So waren wir 10 Tage unterwegs, haben uns Krankenhäuser angeschaut und herzzerreißende Schicksale von behinderten Kindern erlebt. Wenn Kinder hier behindert sind, dann denken die Verwandten oft, dass ein Fluch auf ihnen lastet und deswegen wird sich kaum um sie gekümmert. Sie liegen dann z.B. oft den ganzen Tag alleine in der dunklen Hütte während alle anderen ihrer Arbeit nachgehen. Wir konnten gleich praktisch helfen: Zwei Behinderten Kindern konnten wir ein Platz in einer Pflegeanstalt organisieren; für einen weiteren kleinen Jungen war es uns möglich, einen Rollstuhl und die Gebühren für die Vorschule zu bezahlen.

Ich merke wirklich, wenn man der Stimme des Herrn folgt, gibt Er einem auch alles was man benötigt. Egal ob Finanzen, materielle Dinge oder das richtige Team für die Einsätze – Er kümmert sich darum. Ich realisiere dann zwischendrin immer mal wieder wo ich gerade bin und was der Herr gerade durch mich tut – ich kann nur immer wieder voller Demut dastehen und dieses Gefühl genießen. Das einzige was Er braucht ist unser JA und dann kann es losgehen 😉 Ich danke allen, die mich finanziell aber vor allen Dingen im Gebet unterstützen. Das wichtigste ist es, hier wirklich geistliche Rückendeckung in Form von Gebet zu haben. Ich kann nur immer wieder betonen wie wichtig Gebet für diese Arbeit hier ist. Im unteren Bereich des Newsletters findet Ihr wieder eine Liste für Gebetsanliegen.

Tausend Dank für Eure Unterstützung auf allen Gebieten – Seid reichlich gesegnet – JES 54,17

Euer Nico