Ihr Lieben,

neben all der Organisation bezüglich unserer Hochzeit war es mir immer wieder möglich, vor allem in Bayern, zu predigen. Wir hatten tolle und erfrischende Zeiten in Passau, Deggendorf und Regensburg. Anfang Dezember bin ich auf einer evangelikal-orthodoxen Jugendkonferenz in Alba Julia in Rumänien eingeladen – Thema: Urbane Mission und Evangelsation. Ich freu mich natürlich riesig darauf, da es meine erste europaweite Einladung ist.

Mir liegt zur Zeit das Thema Nachfolge sehr auf dem Herzen. Ich merke, dass es oft nicht einfach ist, Menschen bei Evangelisations-Einsätzen auf die Straße zu führen. Wir kämpfen alle – inklusive mir – mehr oder weniger mit Scham und Menschenfurcht. Es passiert, dass Menschen uns ablehnen und das macht Evangelisation verständlicherweise oft zu einer nicht gerade begehrten Aktivität in der Gemeinde. Der Herr hat mir dazu so klar gezeigt, dass wahre Nachfolge ohne Selbstverleugnung nicht funktioniert (–> Lukas 9:23). Mir hilft das in folgender Hinsicht: Wenn ich auf der Straße bei einem Einsatz bin und merke wie Menschenfurcht hochkommt, versuche ich aufzuhören auf mich selbst zu schauen. Paulus sagt in Galater 2,20: „Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir“. Ich versuche daher auf Jesus in mir zu blicken und mich nicht mehr um meine eigene Furcht zu drehen. Ich merke, dass es viel einfacher wird, da ich mich nicht mehr abgelehnt fühlen muss, da die Menschen Jesus ablehnen und nicht mich. Ich glaube, dass diese Erkenntnis uns wirklich von Ablehnung freisetzen kann und will jeden von uns ermutigen dranzubleiben und Menschen zu erreichen.

Ab Dezember werden wir meine alte Gemeinde, die EFG-Passau, wieder mit Wort und Tat unterstützen. Für kommendes Jahr plane ich zudem einzelne Einsätze auf Musikfestivals und eine weitere Missionsreise nach Uganda.

Seid überreich gesegnet – Nico und Claudi