Ihr Lieben,

Ende März hatten wir unseren zweiten großen Evangelisations-Outreach in Latoro (ca. 30 Minuten Autofahrt von der neugegründeten Gemeinde). Dabei haben wir die Regenzeit in vollem Maße zu spüren bekommen: Am Freitag wurden wir beim Abbau und am Samstag gleich zu Beginn beim Lobpreis, mit heftigen Regenfällen beglückt. Nichtsdestotrotz haben um die 70 Leute eine Entscheidung für Jesus getroffen. Wir haben vor Ort mit einer Gemeinde zusammengearbeitet und so konnten die Leute gleich registriert werden. Nach dem Jesus-Film und der Predigt haben wir dann für Heilung gebetet und auch Heilung gesehen: Zum Beispiel hatte ein Junge Schmerzen an der rechten Hüfte und wurde sofort geheilt. Es haben sich auch beim Heilungsgebet noch einige für Jesus entschieden – es war wirklich toll zu sehen wie Gott das macht. Anschließend konnten wir die Gemeinde auch noch mit einem „Signpost“ (Straßenschild) segnen. Bis dato wussten viele nicht, dass die Gemeinde überhaupt existiert.
Die letzten Tage meines Aufenthalts haben wir genutzt um das Gebäude für die Gemeinde zu bauen. Wir hatten die Unterstützung eines Zimmermanns, weil ich ehrlich gesagt keine Ahnung von so etwas habe – es war für mich auch das erste mal, dass ich ein Gebäude gebaut habe. Es ist sehr interessant und wirklich herausfordernd, wenn man mal ein paar Tage am Stück die lokale Arbeitsmentalität erleben darf. Es ist ganz anders als bei uns zu Hause: Es wird z.B. so gut wie gar nicht vorausschauend gearbeitet und man beendet einen Teil der Arbeit und alle setzen sich hin und warten. Es werden auch keine Materialien im Voraus gekauft – wenn die Nägel aufgebraucht sind, dann kauft man neue. Nach einer weiteren Stunde fehlt dann wieder etwas anderes und man fährt erneut ins 10 km entfernte Pakwaach 😉 Nichtsdestotrotz haben wir mit viel Schweiß in sechs Tagen eine stattliche kleine Überdachung gebaut. Während dieser Tage haben wir auch mit einem Team von Pastoren die beiden Ältesten in der Gemeinde eingesetzt. Wir hatten eine starke Zeit in der Gegenwart Gottes und zudem konnten wir auch am letzten Wochenende wieder viele Durchbrüche bei den Gemeindemitgliedern sehen. Die beiden Ältesten werden zudem von meiner Mutter und ihrem Ehemann weiterhin geistlich unterstützt. Langfristig soll es auch ein richtiges Gemeindehaus auf dem Gelände meiner Mutter geben. Von dort aus sollen noch mehr Dörfer im Umkreis erreicht werden. Ich bin persönlich auch sehr glücklich, dass ich mit der kleinen Gemeinde einen guten Grundstein für die Arbeit meiner Mutter in der Region um Got Apwoyo legen konnte. Sie plant mit Ihrer NGO neben der geistlichen Arbeit, den Bau einer Schule und anderer sozialer Einrichtungen (–> www.fnts-afrika.de).
Die letzten fünf Monate waren die wohl intensivste Zeit in meinem kurzen Leben als Nachfolger Jesu. Ich habe so viele wundervolle und auch herausfordernde Dinge erlebt, dass ich es ehrlich gesagt kaum in Worte fassen kann. Trotzdem kann ich sagen, dass ich neben all die Outreaches bzw. praktischen Dinge, unseren Herrn persönlich noch viel, viel besser kennenlernen durfte – vor allem durch sein Wort. Es ist so schön zu sehen, was der Herr in kürzester Zeit tun kann. Wenn ich zurück schaue, war es wirklich ein Leben in seinem Feuer. Ich kann nur immer wieder betonen: Wenn wir gehorsam sind und seiner Stimme folgen, dann werden wir Frucht sehen – Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt: Ich habe euch dazu bestimmt, zu gehen und Frucht zu tragen – Frucht, die Bestand hat. (Johannes 15:16 NGU2011)
Ich bedanke mich hiermit noch einmal aus tiefstem Herzen für Eure Gebete und all die finanzielle Unterstützung. Danke für Euer Durchhaltevermögen und Euren Gehorsam. Es gehört viel mehr dazu als nur das Mikrofon in die Hand zu nehmen und einfach loszupredigen – ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen. Der Herr soll Euch im Übermaß versorgen und die Fenster des Himmels öffnen. Wenn ich an die letzten Monate denke, dann kann ich nur wieder mit demütigen Herzen vor Ihm stehen – aller Respekt, alle Ehre, Dank und Anbetung gebührt Ihm, Jesus Christus, dem Beginner und Vollender unseres Glaubens.
Danke für Eure Unterstützung in allen Bereichen. Seid alle überreich gesegnet – ROM 12,33 ff